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Architektur

Das Gebäude von Grand Hotel „Musalla“

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Eines der besterhaltenen Gebäude in Varna mit einer repräsentativen Architektur im Art-déco-Stil. Das ehemalige Grand Hotel „Musalla“ wurde 1927 gebaut, nach einem Entwurf des Architekten Dabko Dabkov. Der Unternehmer Methodi Gandev suchte nach einer Ähnlichkeit mit dem New Yorker Wolkenkratzer „Flatiron Building“ (Bügeleisengebäude).

Hotel „Musalla“ befindet sich am Fußgängerboulevard „Kniaz Boris I“ Nr. 2.

Derzeit (nach den Restaurationsarbeiten im Jahr 2008) befinden sich in dem Gebäude Geschäfte und Büros von Handelsunternehmen.

Historischer Hintergrund:

Schon am Anfang des Boulevards „Kniaz Boris I“ kann man auf der rechten Seite unter der Nummer 2 das emblematische Gebäude des ehemaligen Hotels „Musalla“ sehen. Früher stand an dieser Stelle das Haus des prominenten Varnaer Anton Nedialkov Karabatak. Im Jahr 1925 wurde das Grundstück Eigentum des Unternehmers Metodi St. Gandev. Er war Bauunternehmer und Aktionär der tschechisch - österreichischen Gesellschaft „Pittel Brausewetter“. In dem Zeitraum 1919 - 1924 lebte und arbeitete er in New York.

Nach seiner Rückkehr nach Varna beauftragte Metodi Ganev den Architekten Dabko Dabkov mit dem Bau eines imposanten Hotels, das an die Hochhäuser von New York und insbesondere an das Flatiron Building auf dem Madison Square (ein 22-stöckiger Wolkenkratzer, der 1902 von Daniel Burnham entworfen wurde) erinnerte. Um das Gebäude ähnlich zu gestalten, wurde der Architekt Dabkov für einen Monat auf eine Dienstreise nach New York geschickt, wo er Skizzen und Fotos des Wolkenkratzers anfertigte. Als er in Varna ankam, entwarf er das Hotel „Musalla“. Es wurde 1927 erbaut und war tatsächlich der erste Wolkenkratzer in Varna. Während des Baus des Hotels und der Umgebung wurden römische Überreste einer Straße entdeckt, die bis heute markiert sind. Im Gebäude gibt es Zentralheizung und Warmwasser in jedem Zimmer. Auch hier wurde ein Aufzug installiert, der für die damalige Zeit ein absoluter Luxus war. Im Erdgeschoss befanden sich zahlreiche kleine Geschäfte und ein Restaurant. Seit den 50er Jahren trägt das Hotel den Namen „Balkantourist“ und nach 1989 wurde das Gebäude restituiert.

Die Fassade ist im Art-déco-Stil mit einem abgerundeten spitzen Winkel zum Platz „Nezavisimost“ gestaltet. Das Erdgeschoss ist für den Handel vorgesehen. Es folgen drei identische Stockwerke. In den Fenster- und Zwischenfensterfeldern wurde eine stilisierte Dekoration verwendet. Das Gebäude beeindruckt nicht durch Pracht, sondern durch seine Größe und Monumentalität. An der Straße „Musalla“ und dem Boulevard „Kniaz Boris I“ befinden sich Balkone, die wie Nischen in das Gebäude hineinragen. Ab dem vierten Stock zieht sich das Gebäude nach innen zum Zentrum. Es wurde ein langer Balkon angelegt, der das gesamte Gebäude umgibt.

Im Jahr 2008 wurde das Gebäude grundlegend renoviert. Es ist ein architektonisches Denkmal.

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